Samstag, 16. August 2008

14.08. - 16.08.2008 - Sizilien

14.08.2008 - Catania
Nach gemütlichem Frühstück und Erstellung eines Tagesplanes begeben wir uns in die Stadt. Wir haben am Abend vorher schon einige Eindrücke gesammelt, nachdem wir nach knapp 24 Stunden Fahrt in der Marina Nautica angelegt haben. Der Komfort beschränkt sich auf eine der schlimmsten Mooringleinen, die wir bis jetzt kennen, aber dafür haben wir neben uns das Stadtzentrum.

Catania strahlt durch seine massiven burgähnlichen Bauwerke Ruhe und Gemütlichkeit aus. In den Nachtstunden erwacht jedoch das Leben und Menschen jeden Alters ziehen wie Ameisen durch die teilweise sehr engen Gassen und Straßen, der Verkehr schleicht hier im Schritttempo dahin. Auf größeren Straßen geht es ungestümer zu und vor allem die Busse rasen flott dahin.

Nachmittags erledigen wir wieder einige Punkte unserer Arbeitsliste, z.B. Montage der Sicherheitsleinen. Da nun Sizilien in Urlaub geht, ist es nicht einfach Proviant (speziell Bier in Dosen) zu bekommen, und auch einige wichtige Teile für unser Schiff sind nicht mehr zu beschaffen.
Abends suchen wir ein Lokal zum Speisen, und in einer Trattoria in der Nähe des Hafens werden wir fündig – Kalamari und Risoto und eine etwas unfreundliche Bedienung. Gute Nacht.

15.08.2008 – Wir Treffen Guiseppe Ferrara
Heute dürfen wir keinesfalls verschlafen, denn Gabi kommt aus Wien mit dem Flugzeug um 10.45 in Catania an. Michi verlässt uns deshalb schon um 09.30 Uhr, um pünktlich am Flughafen zu sein.

In der Zwischenzeit machen Werner und ich dass Schiff klar - es wird geputzt und der Wassertank wird gefüllt. Dann besorgt Werner noch zwei Grillhühner, so genannte „Polli Griglia“, gefüllt mit Zwiebel und Oliven (köstlich).

Um 12.00 Uhr Mittags treffen Gabi und Michi an Bord der Tattoo-Island ein. Der Weg wurde mit dem Bus zurückgelegt, was sich als sehr einfach und günstig erwies. Nachdem wir eines der beiden Grillhühner verzehrt hatten (das zweite endete Tags darauf in einem köstlichen Hühnersalat), legen wir ab. Unser Ziel ist Giardini Naxos, wo wir heute Abend Guiseppe Ferrara treffen werden – das ist unser „Italiener“ aus der Trattoria „La Sicilia“ in der Sampogasse - der hier mit seiner Familie Urlaub macht.

Nach 25 Seemeilen (leider mangels Wind wieder unter Motor), es ist ca. 18.00 Uhr, erreichen wir den winzigen Hafen von Naxos und telefonieren aufgeregt mit Guiseppe, in der Hoffnung, dass er uns als „Einheimischer“ einen Liegeplatz beschaffen kann. Leider kann aber auch er nichts erreichen und so ankern wir im Hafenbecken. Unser Dingi kommt heute zum ersten Mal zum Einsatz und nach ca. 10 Minuten rudern haben wir festen Boden unter den Füßen.

Naxos liegt sowohl am Fuße des Ätna wie auch unmittelbar neben Taormina - das beeindruckend vom Felsen herab schaut – und ist einer dieser total überfüllten Touristenorte – jedoch, wie uns Guiseppe erzählt, seit einigen Jahren nur von Italienern besucht wird (was nicht abwertend gemeint ist). Es ist sehr laut, eine endlose Autoschlange quält sich durch den Ort und wir speisen bei „De Angelo“ - den hat Guiseppe uns empfohlen. Dann geht’s in die Hotelhalle, wo unser „Italiener“ seinen letzten Urlaubstag verbringt. Es ist ziemlich hektisch und wir treffen uns spät, aber doch noch in einem total überfüllten Strandkaffee.

Nach einer gemütlichen Plauderei mit Guiseppe und seiner Familie (inkl. Schwester, Bruder. Neffen und Nichten) rudern wir zurück zu unserer Tattoo, die, man kann es aus der Ferne schon ahnen, fürchterlich herumwackelt. Diese Nacht gehört damit nicht zu den gemütlichsten, denn leider bläst der Wind genau gegen die Richtung, aus der die Wellen kommen.

16.08.2008 – Auf nach Riposto
Wir fahren ca. 10 Seemeilen retour, um nach Riposto zu gelangen. Unsere Tanks sind nun fast leer und müssen daher unbedingt mit Diesel gefüllt werden. Riposto ist das Gegenteil von Naxos – es gibt hier keinen Tourismus, was diesen Ort sehr sympathisch macht.

Die Marina „Porto dell’Etna bietet außerdem alles, was man so benötigt (Strom, Wasser, Dusche, WC). Für den nächsten Tag buchen wir einen Leihwagen, um damit unseren geplanten Ausflug auf den Ätna zu machen.

Wir haben heute den Nachmittag zur unserer freien Verfügung – ich nütze die Gelegenheit und schreibe Tagebuch.

Nachdem wir abends unseren Hühnersalat verzehrt haben, wandern wir noch durch die Gassen Ripostos, besuchen das Internetkaffee ETHNA-BAR und anschließend das Irish Pub, wo wir noch ein Bier genießen.

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