Freitag, 29. August 2008

26.08. - 29.08.2008 - Ole Amigos, auf nach Spanien

26.08.2008 – Stadtbesichtigung
Heute haben wir etwas länger geschlafen. Die letzten Tage waren anstrengend. In der Marina di Sant’Elmo ist es auch noch totenstill. Michi und ich machen uns auf den Weg, Semmeln fürs Frühstück zu organisieren.

Auch in Cagliari muss man einmal ein bisschen marschieren, um vom Hafen in die Stadt zu gelangen. Nach ca. 15 Minuten Fußmarsch erreichen wir den ersten Supermarkt, den wir ohne Plan und Beschreibung des Marineros Antonio nie gefunden hätten, wo wir ein paar Kleinigkeiten für unser Frühstück besorgen. Daheim sind Gabi und Werner schon fleißig am Werken. Es ist schon nach Mittag, als wir endlich zu unserem Stadtbesuch aufbrechen.

Gabi kennt die Sehenswürdigkeiten schon vom Vortag und so ist sie heute unser Tourguide. Wir marschieren also von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, interessanterweise sind die meisten sehenswerten Bauwerke eingerüstet oder sie sind geschlossen wegen Mittagspause. Wir fahren mit einem Freiluftlift in die Oberstadt, wo wir mit einer herrlichen Aussicht rund um Cagliari belohnt werden. Dann geht es weiter zum Anfiteatro und von dort dann abwärts in den Botanischen Garten. Nach ausführlicher Besichtigung der Pflanzenwelt in und um Sardinien durchqueren wir die Altstadt und kehren auf dem Piazza Yenni in die American Bar, wo wir uns bei Cappucino und Panna Cotta ausruhen können – denn eine Stadtbesichtigung ist bei dieser Hitze ganz schön anstrengend.

Abschließend geht’s in der Via Napoli in ein Internetkaffee - die Homepage muss wieder aktualisiert werden und wichtige Emails müssen beantwortet werden - und abends an Bord gibt es Fischcurry – Gabi verwöhnt uns wieder sehr, und nach einer kleinen Umfrage liegt diese Speise derzeit auf Rang eins des Bordspeiseplanrankings – köstlich. Wir genießen noch ein paar Bier und fallen bald erschöpft in die Federn.

27.08.2008 - Eine lustige Landpartie
Um ca. 10.00 Uhr bestellen wir uns im Marinabüro einen Leihwagen, das günstigste Modell - einen Fiat Panda, um 65.00 EUR je Tag, Kilometer frei. Wir warten vor der Marina auf Michi, der mit Leihwagen und Chef in dessen Büro ans andere Ende der Stadt gefahren ist, um die Formalitäten zu erledigen. Endlich sehen wir unsere silberne Kutsche mit Michi am Steuer am Horizont auftauchen.

Unser erstes Ziel ist die Flamingokolonie Stagno di Cagliari – lt. Karte unmittelbar am anderen Ufer der sehr weitläufigen Hafenbeckens von Cagliari. Wir finden uns leider nur sehr schwer zurecht, denn unsere Straßenkarten sind sehr ungenau. Als wir Einheimische um Auskunft baten, konnte uns leider auch niemand weiter helfen – ratlose Blicke waren die Antwort. Kurz und Gut, wir haben diese Attraktion nicht gefunden und das nächste Ziel anvisiert – Barumini, wo es Ausgrabungen gibt, die aus der Zeit der Nuragher (1800 – 500 v. Chr.) stammen, die eine der frühen Kulturen Sardiniens prägten. Leider waren Führungen nur in italienischer Sprache verfügbar, sodass wir um ein paar Fotos reicher bald weiterzogen.

Der Ort Nurri liegt in der Nähe einer der wenigen Süßwasserseen Sardiniens. Über eine kurvenreiche Piste fahren wir steil bergab zu den Ufern des Lago del Flumendosa. Diese Attraktion wollen wir uns nicht entgehen lassen. Am See ist es ruhig. Nur ein Motorboot mit ein einem einsamen Wasserschifahrer pflügt durch den See, sonst ist nichts los. Von hier geht es dann durch eine herrliche Berglandschaft, bis wir in Murawera wieder das Meer erblicken. Ein herrlicher Sandstrand lädt zum Baden ein und in einer gemütlichen Strandbar genießen wir danach ein kühles Bier, bevor es wieder über die Berge zurück nach Cagliari geht.

Wegweiser leiten uns bis zum Carrefour, wo wir eigentlich nur Motoröl kaufen wollten und schlussendlich landen wir mit einem vollen Einkaufswagen an der Kassa. Dafür haben wir auch unser Abendessen mitgenommen – Grillhendl mit Pommes Frittes.

28.08.2008 – Arbeitstag
Unsere neue Rollreff-Anlage zum Bedienen des Vorsegels, die schon seit Beginn unserer Reise in der Backskiste wertvollen Stauraum belegt, soll nun endlich montiert werden. Um 10.00 Uhr steht Mechaniker Antonello vor uns, voll bepackt mit Werkzeug usw. Wir waren sehr erfreut und gleich ging es an die Arbeit, wobei Michi die wichtige Aufgabe des Helfers übernahm, während Werner und ich unsere Kurzwellen-Peitschenantenne zum zweiten Mal montierten.
Für Gabi wollten wir den Empfang von Ö1 zustande bringen, denn in den nächsten Tagen wird eine Reportage von einer Kollegin auf Ö1 ausgestrahlt und diese Sendung will Gabi unbedingt hören. Es klappt heute eigentlich alles und wir sind mit diesem Arbeitstag zufrieden, auch wenn alles etwas teuerer wurde, als ursprünglich vereinbart war. Aber die Arbeit war gut gemacht und so legen wir halt noch ein bisserl was drauf.

Heute Abend gibt es: Couscous mit Huhn und Fisch, Zucchini, Karotten, Gurke und feinen Gewürzen. Und wieder können wir unsere Haubenköchin Gabi loben! Köstlich!

29.08.2008 – Wir sind bereit
Alles schläft, nur ich sitze noch vor dem Computer, es ist 00:07 Uhr. Was? Schon so spät? Ab in die Federn. Gute Nacht.

Nach unserem Frühstück geht es auch heute wieder an die Arbeit. Motorölwechsel und ein paar andere Kleinigkeiten stehen auf dem Programm. Außerdem heißt es Vorbereitungen für die morgige Weiterfahrt in Richtung Spanien zu treffen. Wir wollen vorher nochmals an der Südküste Sardiniens den Anker werfen und dann am nächsten Tag zu den Balearen aufbrechen.

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