Donnerstag, 14. August 2008

08.08. - 13.08.2008 - Von Bari nach Catania

08.08.2008
Nachdem wir kurz einen Blick in den Handelshafen und in die kleine Marine geworfen hatten, entschieden wir, im Stadthafen anzulegen – im Yachtklub Barion in Porto Vecchio.

Die Altstadt von Bari ist wunderschön und das Leben pulsiert. Die Menschen sind wirklich sehr gastfreundlich. Am Abend sind wir durch die engen Gassen der Altstadt spaziert und waren von so vielen Eindrücken umgeben, dass wir aus dem Staunen gar nicht heraus kamen.

Wir fanden auch ein ausgezeichnetes Restaurant und danach nahmen wir in „Kamera Kafe“ noch einen Cocktail zu uns – ein würdiger Abschluss dieses Tages.

09.08.2008 – Bari ade
Bari hat noch mehr Überraschungen für uns: Als wir unseren Liegeplatz bezahlen wollen, erklärt man uns, dass der erste Tag für Gäste kostenlos ist. Wir können es gar nicht glauben, doch es ist wahr. Leider ist auch wahr, dass uns Pitty heute verlassen muss – ich bin wirklich traurig, aber es lässt sich nicht mehr aufhalten, denn am Sonntag kommen Phips und Simone wieder heim. Gestern hatten wir noch schnell einen sauteuren Flug über Internet gebucht.

Kurz nach 12.00 Uhr lassen wir uns mit dem Taxi zum Flughafen chauffieren. Die Buchung hat einwandfrei geklappt und nach einem Kaffee und vielen Tränen müssen wir uns nun leider für einige Wochen trennen.

Michi und Werner haben in der Zwischenzeit die Tattoo startklar gemacht und um 14.20 Uhr verlassen wir Bari in Richtung Brindisi. Es ist heute ganz gegen Tommys Vorhersage kein Jugo, sondern Wind aus Norden mit 15 – 20 Knoten und guter Wellengang. Die Segel werden gesetzt und wir fahren in die Nacht.

10.08.2008 - Am Absatz Italiens

Es ist ca. 02.00 Uhr Nachts. Um Brindisi ist viel Verkehr und wir starren immer wieder in unseren Radarmonitor – lauter gelbe Punkte und Striche. Als wir an Brindisi vorbei sind, entscheiden wir, bis um den Stiefelabsatz nach Santa Maria de Leuca zu fahren. Um 05.00 Uhr setzt Michi die Fock und wir können mit ca. 5 bis 6 Knoten bei Nordwind mit 15 bis 20 Knoten unser Ziel ansteuern.

Um ca. 13.00 Uhr legen wir bei viel Wind im kleinen Hafen von Leuca an. Nun wird einmal gefrühstückt, bevor wir um 16.00 Uhr beginnen, kleinere Reparaturen am Schiff durchzuführen – unsere Liste wird leider nicht kürzer.

Als wir uns am Abend auf den Weg machen, was Essbares zu finden, werden wir ordentlich überrascht. Dieser Ort ist etwa so wie Kitzbühel bei uns daheim. Lauter schöne Menschen flanieren auf der Strandpromenade und alles ist schön gestylt. Bei Lupo di Mare ( = Chef des Lokals und Hundedompteur) lassen wir uns ein Menü aufschwatzen, das eher an ein Fastfood-Restaurant erinnert. Als wir dann bei Valentino Kaffee trinken wollen, ist leider alles reserviert. So holen wir uns halt aus dem Automaten in der Marina einen Cappuccino.

11.08.2008 – Erst die Arbeit

Bevor es weitergeht, müssen noch einige Punkte auf unserer Arbeitsliste abgehakt werden. Punkt 1: die Dieselleitung des Backbordtanks muss aktiviert werden, denn bis jetzt konnten wir nur den Steuerbordtank leeren. Das Problem ist zum Glück schnell gefunden – das Ventil zum öffnen der Leitung war verstopft.

Um 16.00 Uhr legen wir ab und steuern in die nächste Nacht. Gleich nach der Hafenausfahrt werden wir von Kreuzseen ordentlich durchgebeutelt, alles, was nicht gut verstaut war, fliegt nun herum. Als wir dann Segel setzten, wurde es etwas erträglicher. Mit Einbruch der Dunkelheit kehrt auch am Meer Ruhe ein. Nur ein einsamer Delfin kreuzt vor unserem Bug.

12.08.2008 – Le Castella
Mittags erreichen wir den kleinen Ort Le Castella. Wir planen nur einen kurzen Aufenthalt, da wir am Nachmittag weiter nach Sizilien fahren wollen.

Einkaufen, eine Jause, ein kurzer Badeausflug und eine fotografische Runde durch den Ort – unser Programm bis 16.00 Uhr, dann heißt es wieder ablegen. Leider lässt uns der Wind im Stich und so müssen wir mit Motorkraft reisen.

13.08.2008
Um ca. 16.30 erreichen wir Catania.

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