Mittwoch, 22. April 2009

16.04. - 04.2009 - Vier Monate Karibik

16.04.2009 – Jost van Dyke
Heute sind es auf den Tag genau vier Monate, dass wir uns in der Karibik befinden. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Am 16. Dezember 2008 erreichen wir nach 17 Tagen Überfahrt von den Kap Verdischen Inseln die erste und östlichste unserer karibischen Inseln, Barbados.

Und nun befinden wir uns am westlichsten Punkt der kleinen Antillen, auf den Virgin Islands, genauer gesagt, auf den British Virgin Islands.

Jost van Dyke war ein holländischer Pirat und ist auch der Namensspender dieser winzigen Insel, die wir heute anlaufen. 180 Einwohner sollen auf der Insel heute noch leben. Ein Ort, wo man die Seele noch so richtig baumeln lassen kann.

Unsere Tattoo ist wieder geheilt. Ein neuer Ölkühler für das Getriebe und eine zentrierte Antriebswelle haben ihr gut getan. Bei nur schwachen Winden segeln wir nun durch den Sir Francis Drake – Channel, vorbei an vielen kleinen Inseln, die meisten davon unbewohnt und dicht bewaldet. Manche dieser einsamen grünen Oasen besitzen zum Meer hin auch herrliche Palmenstrände. Und wenn man den Blick nach Süden wendet, dann sieht man St. John. Diese Insel gehört schon zu den Vereinigten Staaten von Amerika.

Um 15.00 Uhr lassen wir den Anker in der Bucht Great Harbour fallen. Doch von einem großen Hafen keine Spur. Vor uns weißer Sand und Palmen, dazwischen stehen bunte Hütten.

Während Michi und Werner heute dem Nichtstun frönen, fahren Philipp und ich an Land. Wir wollen diese Insel entdecken. Die einzige Straße der Insel führt entlang des Ufers und besteht hier aus weißem Sand. Direkt gegenüber dem Holzsteg, wo wir das Dingi festgemacht haben, befindet sich die Polizeistation. Links und rechts gibt es ein paar Restaurants und Souvenirläden. Wir gehen entlang der Hauptstraße in Richtung Westen zum White Bay Beach. Nach einem sehr steilen Anstieg, wo wir gehörig ins Schwitzen kommen, erreichen wir den höchsten Punkt der hier schön asphaltierten Landstraße. Von hier hat man einen wunderbaren Blick über die große Bucht White Bay. Hier ankern wesentlich mehr Schiffe als in Great Harbour.

Heute begnügen wir uns mit dieser Aussicht. Am Rückweg entdecken wir einige Geschäfte, wo man auch Lebensmittel und Brot erhält. Zuletzt kehren wir auf unserer Entdeckungstour in „Foxy’s Bar“ ein. Ein Muss für jeden Inselbesucher. Sagt jeder, der schon hier war und wird auch in allen Reiseführern hervorgehoben. Der mies gelaunte Kellner weiß davon sichtlich nichts. Wir bestellen uns ein Carib und bestaunen die sehr umfangreiche Sammlung an T-Shirts und Visitenkarten. Nur ein Hurrikan darf hier nicht auftauchen, denn dann wäre die Sammlung aufgelöst. Morgen spielt Foxy in seinem Lokal und das wollen wir uns nicht entgehen lassen.

An Bord gibt es heute die Reste von gestern in Form einer üppigen Omelette. Philipp scheint müde zu sein und fällt danach sofort in seine Koje, während Werner, Michi und ich noch bis spät in die Nacht hinein politisieren. Und aus Foxy’s Bar lassen wir uns mit guter Musik berieseln.


17.04.2009 - Beamtentum
Je kleiner die Insel ist, umso unfreundlicher scheinen die Menschen zu werden. Vorsichtshalber will ich mich beim Zoll erkundigen, wann geöffnet ist. Der Mann in Uniform scheint sehr schlecht gelaunt zu sein und beantwortet meine Frage nur höchst unwirsch. Sichtlich habe ich ihn aus der Ruhe gebracht. Man hat den Eindruck, je kleiner die Insel, umso mächtiger fühlen sich manche der Inselbewohner.

Dann suchen wir die einzige Bäckerei der Insel auf. Auch hier ist die Bedienung nicht gerade die Freundlichkeit in Person. Doch mit etwas Glück kann ich das letzte Brot ergattern, immerhin für stolze fünf Dollar. Und im einzigen Lebensmittelladen der Insel finden wir das Notwendigste, um uns sonntagabends vor der Überfahrt nach St. Martin noch ein paar Toasts zubereiten zu können.

Wir bringen unsere Einkäufe an Bord und verabschieden uns wieder. Zu Fuß marschieren wir dann in die White Bay. Eine steil abfallende Straße führt uns direkt zu Ivan’s stressfreier Bar. Eine skurrile Ansammlung kleiner, bunt gestrichener Hütten. Außen mit einer Unmenge von Muscheln geschmückt. Innen sind die Wände voller Fotos und Bilder sämtlicher Gäste, die Ivan schon Gesellschaft geleistet haben. Eine sehr angenehme Atmosphäre.

Doch bevor wir es uns hier auch gemütlich machen, wandern wir über schönsten weißen Korallensand an das andere Ende des palmengesäumten Strandes. Doch je weiter wir kommen, umso mehr Menschen bevölkern diesen Teil des Strandes. Hinter der Palmenallee reiht sich eine Bar an die Nächste, und die Ankerlieger stehen mit ihren Katamaranen, Einrumpf- oder Motorbooten so nah am Strand, dass kaum Platz zum Schwimmen bleibt.

Da kehren wir gerne um und bleiben bei Ivan. Hier ist es viel gemütlicher. An Bord riecht es nach Leberknödelsuppe. Michi und Werner verspeisen gerade die letzte Dose. Mein Magen muss sich noch etwas gedulden. Abends wollen wir uns heute ein Mahl in Foxy’s Bar gönnen. Doch bis dahin sind es noch ein paar Stunden.

Es gibt Tage, die sollte es eigentlich nicht geben. Das trifft speziell auf den heutigen Abend zu. Kurz nach 18.00 Uhr setzen wir uns an einen Tisch bei Foxy. Bis auf einen Tisch ist noch alles frei. Kellnerinnen mit Scheuklappen ignorieren uns. Wir warten, doch niemand kommt an unseren Tisch. Nach einer viertel Stunde geben wir auf und verlassen das Lokal.

Wir versuchen es im Corsair-Restaurant. Hier sagt man uns wenigstens, dass erst um sieben geöffnet wird. Ein mürrischer Barkeeper lässt sich herab und bedient uns widerwillig. Und nach einem kurzen Blick auf die Speisekarte ist unsere Entscheidung gefallen. Hier werden wir nicht speisen. Eine 14“-Pizza mit Käse um 16,00 US$, jede weitere Auflage um 2,00 US$, Salate ab 10,00 US$, Knoblauchbrot um 6,00 US$. Das ist zu teuer.

Wir wagen einen letzten Versuch im A & B – Restaurant. Es gibt Burger, Curry-Gerichte, Chicken-Wings. Doch die ältere Dame mit ihren blond gefärbten Locken ist sehr nett. Wir bleiben. Jeder bestellt sich etwas zu essen und wir plaudern über dies und das.

Nachdem wir zwar nicht gerade günstig gegessen haben, doch zumindest freundlich behandelt wurden, geben wir Foxy eine zweite Chance. Man hört schon aus der Ferne Livemusik. Doch heute spielt nicht Foxy selbst, sondern irgendeine unbekannte Band. Auch egal. Das Programm ist den vorwiegend amerikanischen Touristen angepasst. Ein Tanzwettbewerb tiefsten Niveaus ist heute der Knüller. Wir stehen außerhalb des Lokals, denn geraucht darf nur unter freiem Himmel werden.

18.04.2009 – Little Harbour
Letzter Tag auf Jost van Dyke. Werner und Michi verbringen den Tag wieder an Bord. Sie erledigen verschiedene Arbeiten. Unter anderem die Behebung unseres Problems mit dem Licht im Bad. Ein Austausch der Lampe mit der baugleichen vom Navigationstisch bringt nun wieder Licht in unser kleines Bad.

Philipp und ich wandern heute nach Little Harbour. Wir gehen entlang der Straße, die auf und ab führt. Die Sonne brennt uns auf den Kopf und es ist drückend heiß. Nach etwa einer dreiviertel Stunde sehen wir von oben in die Bucht. Nur eine einzige Segelyacht hat sich hierher verirrt. Aber es sieht wirklich nicht sehr einladend aus.

Überall liegt Müll herum, nur im Westen gibt es ein paar Stege und Restaurants. Eines sieht aus wie eine Kopie von Foxy’s Bar. So wie auch dort hängen unmengen an T-Shirts von der Decke. Doch der Rest besteht aus billigen Plastikmöbeln.

Aber zum Unterschied von Foxy werden wir hier freundlich empfangen. Das ist hier leider keine Selbstverständlichkeit. Wir trinken ein Bier, lassen uns von den lästigen Fliegen quälen und marschieren dann wieder zurück.

Nun kennen wir die wichtigsten Orte von Jost van Dyke. Eigentlich enttäuschend. Doch die größte Enttäuschung sind die meisten Menschen hier für uns gewesen. Nicht alle, aber leider ein Großteil. Vielleicht schon verdorben durch zu viele Touristen, die sich hier das Geld aus der Tasche ziehen lassen. Man bezahlt hier für Nichts einfach viel zu viel. Oder sind wir vielleicht schon zu sehr verwöhnt worden? Ich weiß es nicht.

Um 16.00 Uhr fahren wir zum Zoll. Ausklarieren. Und spätestens in 24 Stunden müssen wir das Staatsgebiet der British Virgins verlassen haben. Die Eindrücke waren trotzdem sehr vielseitig. Morgen streifen wir noch die Insel Anegada, die etwas abseits liegt. Jeder, mit dem wir über diese nur aus Korallen bestehende extrem flache Insel gesprochen haben, lobte sie in den höchsten Tönen. Traumhaft, wunderschön! Was, nur ein Tag? Das ist ja viel zu kurz. Wir lassen uns überraschen.

Zum Abendessen gibt es heute Spagetti mit Pesto. Einfach, aber gut.


19.04.2009 – Anegada ist abgesagt
Um 07.00 holen Michi und ich den Anker hoch und wir fahren aus der Bucht Great Harbour. Heute verlassen wir Jost van Dyke. Unser geplantes Ziel für heute soll die Insel Anegada sein.

Doch wir ändern unsere Pläne. Der Wind ist schwach und kommt uns am Kurs nach Anegada genau entgegen, sodass wir die gesamte Strecke motoren müssten. Und das wollen wir unserem erst vor wenigen Tagen reparierten Getriebe noch nicht zumuten. Denn das Öl ist noch nicht vollständig vom eingedrungenen Salzwasser gereinigt.

Unser Beschluss ist schnell gefasst. Wir steuern im Nordosten von Vorgin Gorda die große Bucht Gorda Sound an. Hier soll es einige kleine Inseln mit schönen Sandstränden geben. Wir frühstücken heute wieder nach langer Zeit auf hoher See. Doch es ist angenehm, denn die Wellen sind nett zu uns.

Knapp vor 13.00 Uhr erreichen wir unser Ziel und legen an einer Boje an. Philipp und ich rundern an Land. Vor uns weißer Sand und eine bunt gestrichene Bar. Nur wenig Gäste. Wir wollen die kleine Insel Preackly Bears erkunden, doch nach wenigen Metern müssen wir feststellen, dass hier nichts zu erkunden gibt. Wir setzen uns in die Bar und bestellen Carib. Es wird unser letztes auf den British Virgin Islands sein. Philipp genießt seinen letzten Tag an einem karibischen Strand. Schade, die Zeit ist viel zu schnell vergangen.

Knapp nach 15.00 Uhr kehren wir zurück an Bord. In einer Stunde wollen wir mit der Rückfahrt nach St. Maarten beginnen. Die Bedingungen scheinen günstig zu sein. Der Wind kommt aus NO und weht mit 10 bis 15 Knoten. Wir legen ab. Dann fahren wir durch die mit Tonnen markierte Riffeinfahrt wieder hinaus. Es geht vorbei an der Privatinsel Neckar Island. Dieses nette Eiland gehört Richard Branson, dem Besitzer der Virgin-Airline und der Virgin-Musikläden.

Dann fahren wir noch einige Zeit entlang der Küste von Virgin Gorda. Der Kurs nach St. Maarten ist 112°. Wir setzen Großsegel und Genua und aktivieren wieder unsere Windfahne zum steuern des Schiffes. Es benötigt einige Zeit, bis wir endlich den Kurs halten können.

Die Nacht bricht herein. Wir essen der Einfachheit halber heute nur Käse-Schinken-Toasts. Philipp hat nach einem genug. Er begibt sich in waagrechte Position. In dieser Lage kann er den Seegang noch am Besten ertragen. Michi, Werner und ich sitzen im Cockpit und verfolgen unseren Kurs. Leider nicht ganz ideal. Wir fahren zwischen 120° und 130°, doch einen besseren Winkel lässt der Wind nicht zu.

Ich lege mich nieder und versuche, etwas zu schlafen. Meine Wache beginnt um 00.00 Uhr.

20.04.2009 – Höllenritt nach St. Maarten
Aufstehen um 00.00. Wir segeln relativ ruhig dahin. Nur ab und zu weichen wir vom Kurs ab. Meist dann, wenn eine Böe das Schiff etwas stärker nach einer Seite drückt und die Windfahne die Kursänderung nicht mehr korrigieren kann. Nach zwei Stunden wecke ich Werner und lege mich wieder nieder.

Um 06.00 Uhr beginnt die nächste Wache. Der Schreck fährt mir in die Knochen. Ein Blick auf unseren GPS-Plotter zeigt mir, dass sich unser Kurs dramatisch geändert hat. Wir fahren nun zwischen 150° und 170°. Der Wind hat zugelegt, auf 20 Knoten. Die Wellen sind auch stärker geworden. Schon jetzt ist klar, dass wir unser Ziel nicht wie geplant am Vormittag erreichen werden.

Die Lage ändert sich nicht. Sie scheint sich eher noch zu verschlechtern. Mühsam kämpfen wir uns mit 2,5 bis 3,0 Knoten gegen Wind und Welle. Philipp kommt heute nicht aus seiner Koje. Auch er scheint sich nicht wohl zu fühlen. Kein Wunder, denn morgen geht sein Flug, und den will er nicht versäumen.

Unser Ziel liegt nun genau entgegen der Wind- und Wellenrichtung. Der Wind hat leider in der Nacht auf Ost gedreht. Uns ist mittlerweile klar, dass wir unter diesen Bedingungen die Einfahrt in die Lagune nicht mehr schaffen werden. Die Brücke öffnet um 17.30 Uhr. Wir Segeln, kreuzen, setzen das Besansegel, starten den Motor, stoppen den Motor, nehmen Segel weg. Aber wir kommen nicht vorwärts. Nur ganz langsam. Das ist eben auch Segeln

Stunde um Stunde vergeht. Wir müssen mit der Hand steuern, denn der Autopilot ist mit der Situation auch überfordert. Immer wieder drücken uns mächtige Wellen in die eine oder andere Richtung, immer völlig weg von unserer Kurslinie.

Es wird Nacht. Um 19.00 Uhr erreichen wir endlich die Simpson Bay. Um 19.30 werfen wir erschöpft und abgekämpft den Anker. Wir steigen in unser Dingi und rudern mit letzter Kraft an Land.

So ein Glück. Gleich neben der Anlegestelle gibt es ein Grillrestaurant. Genau das Richtige nach so einem Tag. Der Hunger ist riesig. Ganz besonders Philipp’s, denn der hat gestern Abend auch nur einen Toast verzehrt und seit dem keinen Bissen zu sich genommen. Nun fühlt er sich schon wie ein Sibirischer Tiger, der hungrig durch die Taiga schleicht, und alles Essbare sofort verschlingen würde.

Eine gut gelaunte Kellnerin nimmt uns sofort in Empfang. Es dauert nicht lange, und wir sitzen vor gefüllten Papptellern und Plastikschüsseln, ich halte ein Plastikmesser und eine Plastikgabel in der Hand. Für Sparerips reichen die Finger. Ich genieße eine „Cesars Salad“ mit Rindfleisch. Und es schmeckt uns wirklich. Zum Abschluss gönnen wir uns noch einen Rumpunch. Satt und müde rudern wir zurück. An Bord trinken wir dann noch ein letztes Bier und fallen erschöpft in unsere Kojen.


21.04.2009 – Philipp, ade
Schade, die Zeit ist um. Philipp muss uns heute verlassen. Um 15.55 startet sein Flug vom Princess Juliana Airport.

Um 09.30 öffnet sich die Brücke und wir können nun endlich in die Simpson Bay Lagoon zurückkehren, von wo wir vor dreizehn Tagen abgefahren sind. Und von hier werden wir in wenigen Tagen auch unsere Rückreise beginnen.

Wir legen in der Simpson Bay Marina genau an jenem Platz wieder an, von wo wir vor nicht ganz zwei Wochen abgereist sind. Klaus, unser deutscher Freund aus Düsseldorf, ist auch noch immer hier. Wir freuen uns über das Wiedersehen.

Ich nehme die Schiffspapiere, melde uns im Marinabüro an und gehe dann gleich weiter zur Einwanderungsbehörde und zur Hafenmeisterin. Hier bezahle ich für die üblichen Gebühren. Für die Brückendurchfahrt 10 US$ und weitere 20 US$ für das Ankern in der Simpson Bay. Die bezahlt man für eine Woche im Voraus, ganz egal, ob man überhaupt nicht ankert und dann in der Marina nochmals für den Liegeplatz bezahlen muss.

An Bord zurück gibt es nun ein ordentliches Frühstück. Der Magen knurrt schon gewaltig. Danach muss Philipp aber mit dem Packen beginnen, denn die Zeit vergeht leider sehr rasch. Um 12.30 verabschiedet sich Philipp von Michi und Werner und an der Hauptstraße stoppen wir ein Taxi. Zufälliger Weise der Selbe, extrem übergewichtige und extrem gelangweilt dreinschauende Muli, wie vor zwei Wochen bei Philipps Ankunft.

Wir müssen noch bei der Polizeistation halten, hier befindet sich die Einwanderungsbehörde, um Philipp aus der Crewliste streichen zu lassen. Sonst hätten wir nämlich bei unserer nächsten Ankunft größte Schwierigkeiten, wenn plötzlich ein Crewmitgliede, das auf der Liste steht, fehlt.

Am Flughafen läuft alles sehr schnell. Ein Getränk noch, dann verabschieden wir uns. „Ich hoffe, dass es so war, wie du dir vorgestellt hast, Philipp!“

Zu Fuß kehre ich zurück in die Marina. Dann endlich kann ich mein Notebook starten und von Jimbos Bar Patricia und die Kinder anrufen. Das hat mir schon sehr gefehlt in den letzten Tagen. Noch dazu, wo ich von den British Virgin Islands nicht einmal mein Mobiltelefon benutzen konnte.

An Bord gibt es heute Seelenwäsche. Wir reden uns all das vom Leib, was sich so in den letzten Wochen aufgestaut hat. Und das ist nicht wenig gewesen. Doch dieses Gespräch ist extrem wichtig, denn die Rückreise über den Atlantik wird wesentlich anstrengender werden, als die Fahrt herüber. Und da muss die Chemie zu hundert Prozent stimmen. Es ist halt wirklich nicht einfach, auf so einer winzigen Fläche zu dritt, manchmal sogar auch zu viert oder zu fünft, gut miteinander auszukommen.

Pizzaessen ist danach angesagt. Und wir treffen wieder alte Bekannte. Noch vor wenigen Momenten haben wir uns gefragt, wo Thomas und Kiki wohl stecken. Und plötzlich ein Aufschrei. Sie stehen vor uns. Wirklich witzig. Für Morgen vereinbaren wir ein treffen. An Bord genießen wir noch ein letztes Bier und dann wird geträumt. Heute wieder mit einem guten Gefühl.

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