Mittwoch, 8. April 2009

28.03. - 04.04.2009 - Dahoam is dahoam

28.03.2009 – Unterbrechung
Der Tag vergeht ohne besondere Vorkommnisse. Das ist aucgh gut so, denn Aufregungen vor der Heimreise liebe ich nicht. Vormittags verbringe ich die Zeit am Computer. Vor meinem Heimaturlaub will ich die Homepage noch auf den letzten Stand bringen.

Michi und Gabi verbringen den Tag in gemütlicher Zweisamkeit. Sie fahren mit dem Bus nach Phillipsburg, um in der Nähe der Hauptstadt des niederländischen Inselteils an einem Strand den leider für Gabi allerletzten Tag in der Karibik noch ausgiebig zu genießen.

Werner verbringt den Tag ebenso geruhsam, hauptsächlich lesend.

Nur einmal unterbrechen wir die Gemütlichkeit, um im chinesischen Supermarkt gleich vis a vis der Simpson Bay Marina ein paar Zutaten für unser abendliches Mahl zu besorgen.

Abends kocht Gabi heute ein letztes Mal für uns. Es gibt Spagetti wie vor wenigen Tagen – mit Broccoli und Speck. Dann sitzen wir noch zusammen und lassen die letzten Wochen Revue passieren.

29.03.2009 - Zitterpartie
Heute ist es soweit. Um 15.55 Uhr startet meine Maschine der Air France vom Flughafen Princess Juliana auf Sint Maarten nach Paris. Gabis Flug mit einer Maschine der Corsair startet nur um fünf Minuten später. So steht es zumindest auf unseren Tickets.

Doch bis dahin haben wir noch einige Stunden Zeit. Wir genießen unser Frühstück. Danach beginnen Gabi und ich zu packen. Auch ein paar Souvenirs will ich noch besorgen. Mittags habi ich dann alles, was nach Wien mitkommt, verstaut. Es ist nicht allzu viel. Da hat Gabi schon um einiges mehr mitzunehmen. Damit sie die Gewichtsgrenze nicht überschreitet, bekomme ich einen Koffer von ihr.

Um 14.00 Uhr verabschieden wir uns von Werner, nachdem wir noch ein gemeinsames Abschiedsbier zu uns genommen haben. Wir verlassen das Marinagelände in Richtung Flughafen. Ein Taxi hält an und wir laden unser Gepäck in den Kofferraum. Die Fahrt zum Flughafen kostet 10 US$, nicht gerade ein Geschenk für die etwa 4 km lange Strecke. Doch mit dem Gepäck bei der Hitze ist ein Fußmarsch kein Vergnügen.

In der Abfertigungshalle des gar nicht so kleinen Inselflughafens geht es rund. Die Tickets können wir uns an einem Automaten ausstellen lassen. Gabis Angst vor einer Zwischenlandung auf Saba ist unbegründet. Ihre Maschine sollte zuerst auf der Dominikanischen Republik zwischenlanden, doch es wird dann Guadeloupe. Auf Saba wäre eine Landung dieser Maschine absolut unmöglich sein, denn die Start- und Landbahn ist mit 400m eindeutig zu kurz.

Vor den Schaltern der Gepäckaufgabe stehen lange Schlangen an Wartenden. Hier funktioniert die Abfertigung schnell und freundlich. Wir gönnen uns noch einen Kaffee. Es ist Zeit um Abschied von Michi und Gabi zu nehmen.

Dann müssen wir in den Abflugbereich im ersten Stock und uns bei der Immigration anstellen. Vorher werden die Pässe auch noch vom Zoll geprüft. Hier stehen vor drei Schaltern Menschenschlangen. Und nichts bewegt sich. Die Zeit läuft. Ich werde unruhig. Es ist 10 Minuten vor dem Abflug. Ich stürze aus der Schlange der Wartenden und dränge mich vor den Schalter, wo mir aber die strenge Dame mit dem Finger zeigt, wohin ich gehöre. Murrend begebe ich mich wieder an die gleiche Position wie vorhin und das Warten geht weiter. Allerdings bin ich nun etwas ruhiger, denn ich stelle fest, das auch noch andere Passagiere meines Fluges in der Schlange auf ihre Abfertigung warten. Gabi ergeht es genauso.

Um 16.53 heben wir vom Princess Juliana Airport ab, mit knapp einer Stunde Verspätung. Diese Stunde können wir bis Paris nicht mehr gut machen.

Ich habe einen Fensterplatz. Neben mir sitzt ein Inder aus Goa. Er arbeitet auf einem Kreuzfahrtschiff als Koch und hat nun acht Wochen Urlaub. Die Reise beginnt mit einem Diavortrag seiner Bilder, die er auf den Rundfahrten geschossen hat.

Das Menü wird serviert. Nudeln mit Schinken, ein Salat und ein kleines Stück Kuchen. An Schlaf ist nicht zu denken. Einige der vielen Kleinkinder brüllen fast ununterbrochen. Da helfen nur Kopfhörer und ein guter Film. Glücklicherweise ist die Auswahl so groß, dass ich bis am nächsten Morgen unterhalten werde.

Szenewechsel:
Michi und Werner verlassen am späten Nachmittag die Simpson Bay Marina und ankern in der Lagune. Für morgen ist dann die Abreise nach Anguilla geplant. Ausklarieren war leider nicht möglich, denn dazu hätte man vorher im niederländischen Inselteil einklarieren müssen.

Und das haben wir bei unserer Ankunft verabsäumt, da wir leider einem Irrtum aufgesessen sind. Wir dachten, oder war es eine falsch verstandene Auskunft in der Marina Port Louis, dass wir uns in einer EU-Außenstelle befinden. Laut Gesetz muss man in jedem Landesteil der Insel ein- und ausklarieren.


30.03.2009 - Daheim
Mit ziemlich genau einer Stunde Verspätung erfolgt die Landung am Flughafen Charles de Gaulle in Paris. Meinen Anschlussflug um 07.15 Uhr erreiche ich nicht mehr. Doch glücklicherweise bekomme ich um 09.35 die nächste Möglichkeit, nach Wien zu kommen. Patricia ist schon informiert. Ursel und Robert, die mich am Flughafen in Wien abholen, wissen auch bescheid.

Die Wartezeit vergeht wie im Flug. Um 11.35 Uhr landen wir in Schwechat. Ursel und Robert stehen schon in der Empfangshalle. Ich freue mich wirklich wahnsinnig über das Wiedersehen. Die beiden sind auch erst heute in der Früh von einem Kurzurlaub mit Babsi und Walter aus Lissabon zurückgekehrt.

Wir besteigen Roberts Auto und fahren nun zu Pitty in die Firma. Pünktlich um 12.30 meldet die Sekretärin Pitty meine Ankunft. Ich bin überglücklich, so unbeschreiblich froh, nun wieder bei meiner Patricia zu sein, dass mir dazu die Worte fehlen.

Pitty lässt im Büro alles liegen und stehen und wir fahren zuerst in die Sampogasse, um mein Gepäck auszuladen. Weuzi ist auch schon daheim und wir freuen uns beide über das Wiedersehen. Unsere beiden Katzen Vickerl und Flockerl haben mich auch noch nicht vergessen.

Dann fahren wir in Pittys Wohnung. Putzi hat sich für den Nachmittag angekündigt und auch Lilli kommt zu Patricia.

Für den Abend ist bei Martin im Biergartl ein Tisch reserviert. Lilli, Pauli und Alex, Weuzi, Agi und Swesi, Patricia und ich lassen uns von Rainer und seiner Mannschaft mit Leckerbissen vom Osterlamm verwöhnen. Martin, der eigentlich auch anwesend sein sollte, liegt leider im Krankenhaus. Er ist sehr kurz vor einem Herzinfarkt gestanden.

Ich schlafe wunderbar.

Und was tut sich in der Karibik?
Michi und Werner wollen heute weitersegeln. Doch daraus wird leider vorerst nichts. Zuerst geht der Weg zurück durch die Lagune zum französischen Zoll. Dort muss Werner nun ausklarieren. Leider hat sich auch ein Fehler bei den Brückenöffnungszeiten eingeschlichen. Nicht um 11.30 Uhr, sondern erst um 14.00 öffnet die Hebebrücke. Nachdem die beiden erst am Nachmittag die Lagune verlassen können, ankern sie dann noch in der Marigot Bay für eine Nacht.


31.03.2009 - Schiausflug
Um 06.30 läutet es an Patricias Wohnungstür. Piroschka, Simones Betreuerin kommt vorbei, um sich die Anweisungen für den heutigen Tag von Pitty geben zu lassen. Nach dem Frühstück laden wir unsere Schiausrüstung in den VW-Bus und fahren nach Mitterbach auf die Gemeindealpe. Hier liegen noch Massen von Schnee.

Wir sind zwar nicht die einzigen, die hier noch Schifahren, aber trotzdem fühlt man sich auf der Piste sehr einsam. Ab der Mittelstation liegt eine dichte Nebeldecke über dem Berg. Die Sicht ist extrem schlecht, sodass man nur mühsam hinab kommt.

Mittags kehren wir in der Terzer Hütte am Gipfel ein. Wir bestellen uns gemeinsam eine kräftige Rindsuppe und ein Speckbrot. Am Nachmittag merkt man schon die frühlingshaften Temperaturen. Der Schnee wird immer schwerer. Um 15.00 Uhr schnallen wir die Schi ab und begeben uns auf die Heimreise. In Mariazell kaufen wir für ein Abendessen ein – Nudeln mit Steinpilzen, dazu Salat.

Die Fahrt geht vorbei am Hubertussee nach Gscheid, von dort nach Sankt Ägyd und ohne Unterbrechung bis Wien. In der Sampogasse werden wir überraschender Weise von Christof und seiner neuen Liebe Birgit besucht. Überraschender Weise deshalb, weil Christof eigentlich eine Reise nach Venezuela gebucht hat, jedoch schon nach drei Tagen aus Liebeskummer heimgekehrt ist.

Ortswechsel:
Heute segeln Michi und Werner nach Anguilla. Die 17 Seemeilen können unter Segel zurückgelegt werden. In der Road Bay wird der Anker geworfen. Von dort müssen Sie mit dem Taxi in die Inselhauptstadt The Valley, um einzuklarieren.

Die Stadt ist in fünf Minuten besichtigt. Es gibt nicht viel zu besichtigen. Es geht wieder zurück an Bord der Tattoo, wo der Rest des Tages verbracht wird.


01.04.2009 – Österreich gegen Rumänien
Pitty hat heute auch noch frei. Das nützen wir aus für eine kleine Radtour im Maurer Wald. Vorher kaufen wir noch schnell das heutige Abendessen ein. Zwei Kisten Hubertus-Bier und 14 Stück Knacker – denn heute ist Fußballabend: Österreich spielt gegen Rumänien um die WM-Teilnahme.

Das Wetter ist herrlich. Die Sonne steht am Himmel und es ist angenehm warm. Leider sind die Waldwege noch sehr tief und nass von den heftigen Regengüssen des letzten Wochenendes, sodass wir nur eine kleine Runde fahren. Wir wollen uns nämlich nicht komplett verschmutzen.

Mittags sind wir bei Tante Helga und Onkel Albert eingeladen. Wir werden mit einer Zucchinicremesuppe und einem herrlichen Beiried verwöhnt. Es gibt natürlich viel zu erzählen. Und die Zeit ist viel zu kurz.

Denn am Nachmittag will ich meine neue Kamera von Günther abholen. Auch in der Photobörse vergeht die Zeit in Riesenschritten. Günther war vor einem Jahr auch in der Karibik. Er hat eine Tour auf einem Ozeanriesen gebucht und anschließend eine Woche auf Puerto Rico verbracht. Diese Auskunft war jedoch nur aufgrund des guten Erinnerungsvermögens von Günthers Freundin möglich.

Heute steht ein entscheidendes Spiel für die österreichische Mannschaft am Terminkalender. Es geht um die Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Die Ehrentribüne Im Sampo-Oval ist gesteckt voll. Flinse, Erich, Sebastian, Schini, Werner, Weuzi, Pitty und ich drücken unserer Mannschaft fest die Daumen


02.04.2009 – Wichtige Besuche
Heute erledige ich wichtige Besuche. Zuerst sind meine Kollegen von Advanced Business Consulting an der Reihe. Wir unterhalten uns gemütlich bei Kaffee und Kuchen. Mein Arbeitskollege Philipp wird uns ja in wenigen Tagen an Bord Gesellschaft leisten. Seine Aufregung ist im schon jetzt anzusehen, ist es doch nicht nur sein erster Segelurlaub in der Karibik, sondern überhaupt sein erster Segeltörn. Doch in weinigen Tagen ist das Vergangenheit.

Anschließend besuche ich meinen langjährigen Arbeitgeber Michael Wurdak. Dann fahre ich nach Wolfsgraben zu meiner Schwester Lisi.

Abends steht heute wieder das monatliche Treffen unserer Freunde auf dem Programm. Der Abend ist sehr unterhaltsam und lustig. Viele Gesichter, die ich schon seit langem nicht mehr gesehen habe, wollen natürlich wissen, wie es uns geht. Es gibt ja so viel zu berichten. Doch die Zeit ist wie immer viel zu kurz, um nur Bruchteile unserer Erlebnisse in dieser kurzen Zeit zu schildern. Leider ist im Schutzhaus Ameisbach um Mitternacht Sperrstunde. Doch es sind „nur mehr“ vier Monate bis zu unserer Rückkehr. Ich kann nicht mehr behaupten, dass mir diese Zeit bis dahin zu kurz wäre.


03.04.2009 – Letzte Erledigungen
einige wichtige Dinge muss ich vor meiner Rückkehr in die Karibik erledigen. Zuerst besorge ich mir eine neue Ersatzpatrone zum Aufblasen meiner Rettungsweste. , Die erste wurde bei unserer Überfahrt von Martinique nach Dominica durch eine Welle, die ins Cockpit stürzte, irrtümlich ausgelöst.

Anschließend fahre ich bei Gabi in der Wohnung vorbei, um ihren Koffer, den ich ihr von St. Martin mitgenommen hatte, vorbei zu bringen. Ich bekomme einen guten Kaffee und Gabi erzählt mir von ihren letzten Tagen in Paris.

Mittags treffe ich Kiesl. Wir speisen in der Kantine des Wilhelminenspitals Kümmelbraten mit Kraut und Knödel. Kiesl hat uns auf unserer ersten Überfahrt über den Atlantik von den Kap Verden bis Barbados begleitet hat. Es ist wirklich jammerschade, dass sein Chef nicht davon zu überzeugen war, wie wichtig uns Kiesls Begleitung von den Bermudas zu den Azoren wäre.

Wir suchen ja schon seit geraumer Zeit nach einem vierten Crewmitglied, das uns auf dieser langen Strecke über den Atlantik begleiten will. Das wäre bei einer Strecke dieser Länge eine große Erleichterung für unser Leben an Bord. Es sind ungefähr 1.800 Seemeilen zurückzulegen. Dafür werden wir wahrscheinlich etwa 15 bis 16 Tage benötigen.

Pitty kann heute schon früh aus dem Büro. Wir fahren sofort zur Feuerwache am Steinhof, wo wir den Wagen abstellen. Von hier marschieren flotten Schrittes auf die Jubileumswarte und weiter bis nach Neuwaldegg. Es ist ein wunderschöner Nachmittag mit viel Sonne und sehr angenehmer Temperatur. Um halb fünf muss Pitty daheim sein, denn dann kommt Simone von der Schule heim.

Abends reserviere ich noch schnell einen Tisch für Sonntag bei Guiseppe. Martin und Maria vom Biergartl sitzen gerade im Lokal. Die Begrüßung ist sehr herzlich und die Freude ist groß, die beiden wieder zu sehen.

Leider können wir nur wenige Worte wechseln, denn ich muss weiter in die Bierwaage. Auch hier gibt es viele Hände zu schütteln. Loisl, Karli und Susi Meyer, Andi Cziszek, Petz und noch einige andere Gesichter lachen mir entgegen. Ich bin wirklich gerührt, wie ich überall empfangen werde.

Phips kehrt heute von seinem Schulschikurs von der Turracher Höhe zurück. Um 20.00 Uhr läutet mein Telefon. Pitty ist dran. Ich verlasse die gesellige Runde in der Bierwaage und fahre mit Pitty zur Schule von Phips. Der Bus steht schon in der Einfahrt vor dem Schulgebäude und rund herum werden hektisch Schi und Koffer weitergereicht.

Phips ist von der langen Fahrt hundemüde und freut sich schon auf sein Bett. Pitty, Weuzi und ich kehren nochmals in Martins Biergartl ein. Heute bestellt sich Pitty wie üblich einen steirischen Hühnersalat, währen ich Osterschinken bekomme. Das gute Essen ist eines jener Dingi, die ich in der Karibik schon sehr vermisst habe.


04.04.2009 – Geburtstag
Mein Vater ja am 26. März geboren. Da ich jedoch erst nach diesem Datum nach Wien reisen konnte, wurde das Geburtstagsfest auf Heute verschoben. Ich bin sehr glücklich, auch dabei sein zu können.

Um 11.00 Uhr hole ich Tante Irene ab. Anschließend fahre ich bei Patricia vorbei. Dann geht es nach Wolfsgraben ins Haus meiner Eltern. Die Familie ist fast vollzählig versammelt. Nur Lisi und Leo haben schon vor längerer Zeit ein Trailcamp gebucht und fehlen deshalb leider.

Auf meinen Wunsch serviert uns Mutti heute einen köstlichen Bauernschmaus. Sie hat sich so richtig ausgetobt. Und ich verschlinge, was möglich ist. Es schmeckt herrlich. Danach müssen wir unbedingt einen kleinen Verdauungsspaziergang unternehmen, denn sonst hat die Jause keine Chance. Und das will niemand. Denn die herrlichen Torten haben es sich wirklich verdient, verschlungen zu werden. Auf eine Waage will ich mich heute jedoch nicht stellen.

Abends treffen wir uns mit Jimmy und Gabi bei Guiseppe. Jimmy hat die letzten Tage mit einer Grippe im Bett verbringen müssen. Es freut mich sehr, die beiden zu sehen.

Die letzten Stunden des Tages verbringen Pitty und ich heute in geruhsamer Zweisamkeit. Es ist heute unser letzter gemeinsamer Abend, leider. Patricia wird mir fürchterlich fehlen, wirklich fürchterlich.

Werfen wir kurz einen Blick in die Karibik
Michi und Werner kehren heute aus Anguilla zurück. Eine Nacht ankern sie wieder in der Simpson Bay Lagoon, dann kehren Sie auf unseren alten Platz in der Marina zurück, wo ich morgen wieder an Bord zurückkehren werden.

05.04.2009 – Abschied nehmen
Heute ist es soweit, leider. Es fällt mir sehr schwer, nur daran zu denken. Doch vorher treffen wir uns noch alle zu einem gemeinsamen Mittagessen bei Guiseppe. Lilli und Pauli, Sylvia und Xandl, Weuzi, Simone, Phips, Patricia und ich.

Um 15.00 Uhr ist soweit. Patricia führt mich zum Flughafen und auch Weuzi und Simone begleiten mich. Es ist heute nicht allzu viel los. Wir trinken noch schnell Kaffee und ein Bier, bevor ich mich von Pitty, Simone und Weuzi trennen muss. Noch einmal blicke ich mit einem traurigen Blick zurück, dann gehe ich zu meinem Abflugschalter.

Das Flugzeug hebt pünktlich um 17.30 Uhr ab und landet um 19.40 in Paris. Hier beginnt nun meine persönliche Rätselrally. Ich übernachte heute bei Adelaide, einer sehr guten Freundin von Gabi. Auch ich kenne Adelaide von Besuchen in Paris, die allerdings schon mehr als zwanzig Jahre zurückliegen. Nun muss ich nur mehr den richtigen weg zu Adelaide finden. Dank Gabis Unterstützung sollte dies auch keine Schwierigkeit sein.

Zuerst muss ich mit dem Vorortzug RER B vom Flughafen Charles de Gaulle zur Station Gare du Nord in Paris gelangen. Bald habe ich auch den richtigen Abgang entdeckt, besorge mir ein Ticket um EUR 8,40 und nach etwa einer knappen Stunde steige ich um in die M4. Aussteigen bei Reaumure Sewastopol und dann noch fünf Stationen mit der M3 bis zur Station Gambetti. Hier bin ich fast am Ziel. Am Telefon erklärt mir Adelaide den Weg in die Rue du Plateniere. Um 21.30 sitzen wir gemütlich bei Käse und Wein und Adelaide erzählt mir von ihrer Reise nach Dominica. Das war im Jahr 1980.

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