Donnerstag, 11. September 2008

08.09.- 09.09.2008 - Mallorca ist eine Reise wert

08.09.2008 – Von Port de Pollenca nach Port de Soller
Das Abendessen beim Chinesen am gestrigen Abend war wirklich super– Menü mit Pekingente spezial, Huhn, Schweinefleisch, Gemüse, Shrimps, usw. Müde fallen wir mit vollem Magen in unsere Kojen.

Um Viertel nach Acht ist Tagwache. Mein erster Weg führt mich in das Büro des Yachtklubs Nautic, um einen Internetanschluss zu bekommen. Dies ist jedoch leider nicht möglich, da wir nicht im Yachtklub angelegt haben. Ist aber kein Problem. Nachdem ich frisches Brot vom Bäcker geholt habe, mach ich kurz darauf den örtlichen Internet-Point ausfindig.

Gleich nach dem Frühstück geht’s ins Netz. Emails abrufen und beantworten, mit Pitty muss ich auch ein bisschen mailen, die Homepage wird aktualisiert und sofort ist eine Stunde vorbei. Nun aber schnell an Bord.

Die anderen sind bereits ablegebereit, als ich an Bord eintreffe. Wasser haben wir diesmal keines getankt, da uns der Schlauchanschluss (Spanisches Patent) dazu gefehlt hat. Wir sind aber sparsam mit unseren Vorräten umgegangen und benötigen noch keinen Nachschub. Wir müssen uns so auf die Atlantiküberquerung vorbereiten, denn dort haben wir wahrscheinlich für drei Wochen keine Möglichkeit, Wasser zu tanken.

Die Fahrt nach Port de Soller verläuft unspektakulär. Von Pollenca bis zum Cap Formentor motoren wir mit Stützsegel gegen 10 – 15 Knoten Ostwind, ab Cap Formentor segeln wir dann mit ausgebäumter Genua und dem Großsegel , das mit einem Bullenstander gesichert ist, mit Wind von hinten in Richtung Port de Soller. Wir probieren dabei mehrere Varianten an Segelkombinationen und Stellungen, einmal Schmetterling, dann nur mit Genua, bis der Wind mit Einbruch der Dämmerung fast gänzlich einschläft und wir unter Motor im Hafen Port de Soller gegen 21,00 Uhr einlaufen.

Nachdem wir am Transitsteg angelegt haben, bereite ich mit Gabi schnell ein Risotto zu, eh wir uns in den Ort begeben. Nach einem Kaffee beschließen wir, den Rest des Abends gemütlich an Bord zu verbringen.


09.09.2008 – Besuch in Palma de Mallorca
Um 11,00 Uhr fährt die Strassenbahn von Port de Soller nach Soller. Die Fahrt in dem sehr schönen, fast ein bisserl kitschigen Nostalgiezug dauert 20 Minuten und kostet 4 Euro. Sie sind es aber Wert, denn die Fahrt ist unterhaltsam und interessant. Man sieht hinter die Mauern vieler Häuser und in Soller fährt man dann über belebte Plätze zwischen Tischen und Stühlen von Lokalen. An der Endstation stiegt man dann in eine ebenfalls nostalgische Bahn, mit der man in einer Stunde in Palma ist. Die Fahrt führt über das Tramontanagebirge und mehrer Tunnels, durch wilde Berglandschaft und am Ende durch sanft abfallende Landschaften, deren Bild durch verknorrte Olivenbäume bestimmt wird.

In Palma begeben wir uns dann auf Altstadtbesichtigung und streben dem berühmten Dom neben dem Hafen zu. Die Stadt besitzt viele wunderschöne alte Häuser mit verspielten Erkern und Balkonen, manches leider schon sehr einsturzgefährdet. Menschen aller Altersstufen bevölkern die Strassen und Gassen und die vielen wunderschönen Plätze. Nach einigen Stunden marschieren bei 80% Luftfeuchtigkeit und C32° und mehren Bildern in der Kamera finden wir endlich ein Lokal, wo wir wenigstens unseren Durst mit einem Bier löschen können. Essen gibt’s hier überall leider erst in einer Stunde.

Um 19.00 Uhr besteigen wir den Bus nach Soller, wo wir nach 35 Minuten erholsamer Fahrt aussteigen. Es geht zum Fleischer, wo wir uns vier saftige Steaks kaufen, die uns dann Gabi köstlich zubereitet. Michi holt vom „Burger King“ schnell frische Pommes Frittes und kurz darauf sitzen wir schweigend bei unserem Festmahl.

Der Wind hat in der Zwischenzeit ordentlich zugelegt. Heftige Fallböen mit 25 Knoten und mehr lassen den Windgenerator unseres Liegeplatznachbarn aufheulen. Zum Glück reduziert sich die Windstärke gegen Mitternacht, dafür ist es unerträglich warm.

Gute Nacht!

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