29.01.2009 – Victoria Falls
Um 09.30 werden wir von Dexter mit seinem Boot abgeholt. An Land wartet schon John Younis (Kanal 16 – Code „Pancho“) mit seinem Toyota Kleinbus, zugelassen für 16 Personen.
Bequem nimmt jeder von uns Platz in einer eigenen Sitzreihe des schon 14 Jahre alten, aber liebevoll gepflegten Fahrzeugs. John ist hauptberuflich Taxilenker, daneben betätigt er sich als Führer, so wie etwa heute. Wir fahren pünktlich los. Es geht nach Süden bis Loubiere, von dort biegen wir links ab und fahren nun über eine enge und kurvenreiche Bergstraße, vorbei an der Kubuli-Brauerei“, bis wir auf der Passhöhe das Meer wieder vor uns erblicken.
Die Straße führt von hier wieder steil und kurvig bergab. Es geht durch dichtesten Regenwald, durch kleine Bergdörfer, vorbei an vielen Menschen, alt und jung. Jeder trägt seine Einkäufe, Werkzeuge oder Schultasche am Rücken, unter den Armen oder auf dem Kopf. John hält sein Fahrzeug immer wieder an und deutet mit der Hand in den Dschungel: Wir sehen einen Kaffee-Baum, einen Kakao-Baum, einen Mango-Baum, einen Brotnuss-Baum (das ist die kernreiche Schwester des Brotfruchtbaumes), Passionsfrüchte, Guaven, einen Afrikanischer Tulpenbaum, verschiedene Gewürze, usw. Er steigt aus und kehrt mit grünen Zweigen in den Händen zurück. Dann nimmt er ein Blatt, zerreibt es zwischen seinen Fingern und ist es dann. Alles hier scheint genießbar zu sein, zumindest riecht es herrlich.
Aber stehen lassen oder vergessen darf man nichts in diesem Urwald, denn das ist nach kürzester Zeit von üppigem Grün unauffindbar überwuchert. Diesen Umstand machen sich sichtlich einige Autobesitzer zunutze. Nicht wenige Autowracks sieht man links und rechts neben den engen Straßen stehen. Sie sind aber fast nicht mehr zu erkennen, denn dichtes Blattwerk überzieht nun die Karosserie und verdeckt diese Schandflecke. So können die Wracks ungestört vor sich hin rosten.
Nach etwas mehr als einer Stunde und einigen Bergetappen erreichen wir unser Ziel. Die letzten Meter unserer Strecke führen über einen zerfurchten und vom Regen ausgewaschenen Waldweg. Am Ende halten wir vor einer Hütte, aus der das lachende Gesicht eines Rastas strahlt. John kennt ihn gut und bestellt für nachher ein nahrhaftes Eintopfgericht für uns alle.
Vorher geht es nun durch den Regenwald zu den „Victoria Falls“. Schon während der Fahrt hierher konnten wir aus der Ferne die herabstürzenden Wassermassen sehen. Doch die wahre Pracht dieses Naturschauspiels bekommt man erst nach anstrengenden Flußdurchquerungen und Aufstiegen über glitschige Felsen zu Gesicht. Ohne Führer hat man keine Chance, den Weg zu diesen Wasserfällen zu entdecken.
Bis zu den Hüften im Wasser waten wir durch einen reißenden Wildbach, dessen Wasser aber angenehm warm ist. Denn der Fluss zu diesem Wasserfall entspringt dem Vulkansee „Boiled Lake“, dessen Wasser nach wie vor aus dem Erdinneren erwärmt wird. Es ist dies das zweitgrößte Naturphänomen dieser Art auf unserem Planeten, nur in Neuseeland gibt es einen noch größeren See, der auf diese Art beheizt wird. Der schmale Pfad führt hindurch unter einem Dach aus riesigen grünen Blättern, vorbei an riesigen Baummonstern, manche am Boden liegend und das letzte Stück des Weges müssen wir über riesige Felsblöcke im Flussbett klettern. John steht immer helfend zur Seite und reicht einem die Hand, wenn man nicht den richtigen Pfad im Wasser findet.
Dann steht man plötzlich vor den „Victoria Falls“. Gigantische Wassermassen stürzen mit ohrenbetäubendem Getöse aus großer Höhe in ein türkisblaues Becken. Die Felswand im Hintergrund der herabstürzenden Wassermassen sieht aus, als wenn sich die Schatten von Menschen dahinter versteckten. Pitty, Lilli und Pauli erklimmen das Becken und baden in diesem herrlichen Wasser.
Der Abstieg von diesem Naturschauspiel ist nicht minder aufregend. Wir begegnen den vier Französinnen, die den Aufstieg ohne Führer wagen wollten. Doch sie scheinen verzweifelt zu sein, da trotz ihres Tourenbuches der Weg nicht zu finden ist. Sie müssen aufgeben, denn ohne ortskundige Führung ist die Tour einfach zu gefährlich.
Hungrig von diesem Abenteuer kehren wir in das „Rastarant“ ein. Dort brodelt auf offenem Feuer ein Eintopf aus Früchten, Gemüse, Wurzeln und Kräutern, die hier überall sprießen und gedeihen. Es ist ein unvergessliches Erlebnis. Wir wären gerne noch länger geblieben, doch John ruft zum Aufbruch.
Am Heimweg bleibt John auf der Straße kurz vor Loubiere stehen, wechselt mit einem Mann am Straßenrand ein paar Worte und dieser kehrt nach wenigen Minuten mit einer reifen Kakaofrucht aus dem Regenwald zurück. Darauf hat Lilli schon sehnsüchtig gewartet.
Leider ist dieser Ausflug nun bald zu Ende. Vorbei geht es wieder an der KUBULI-Brauerei und nach wenigen Minuten erreichen wir wieder das Anchorage Hotel. Noch immer sehr beeindruckt von diesem einzigartigen Tag empfängt uns Dexter hier am Steg und in wenigen Minuten sitzen wir an Bord der Tattoo.
Unsere Kleidung wurde heute sehr strapaziert. Die Flussdurchquerungen in Hose und Schuhen haben Spuren hinterlassen. Nun wird alles an der Reling zum Trocknen aufgehängt. Hoffentlich regnet es nicht!
Das Abendessen fällt heute amerikanisch aus. Nach einer Empfehlung von Pauli und Lilli kehren wir bei KFC ein und bestellen uns Huhn mit Pommes Frites, Ketchup und Cola oder Juice. Satt wird man jedenfalls und es schmeckt nicht einmal so schlecht.
Zurück an Bord fallen wir alle bald in die Betten – der Tag war ein Traum!
30.01.2009 – Markttag in Roseau
Gestern war ein traumhaft schöner Tag – Sonne und strahlend blauer Himmel. Heute sieht es leider nicht so aus – Wolken verdecken die Sonne und immer wieder regnet es, ab und zu sogar recht heftig. So war es schon während der Nachtstunden. Einheimische meinen, dass es Jahre gibt, wo es weniger Niederschlag gibt, und in anderen Jahren regnet es mehr, nicht nur während der Regenzeit.
Wir hatten gestern mit Dexter vereinbart, dass er um 08.00 Uhr frisches Brot vorbeibringt. Doch als bis um dreiviertel neun noch immer kein Dexter mit Brot in Sicht ist, mach ich mich selbst auf den Weg. Am Weg zur Bäckerei läuft mir Dexter plötzlich entgegen. Er sieht mich und reumütig gesteht er, dass er vergessen hat. Dafür begleitet er mich aber dann zur Bäckerei und bald darauf sitzen wir im Cockpit und frühstücken.
Und um 11.00 Uhr hätte uns Dexter abholen sollen. Sichtlich hat er das auch verschwitzt. Aber plötzlich winkt jemand vom Steg – es ist Dexter! Er hat sichtlich gemeint, dass er uns vom Steg abholen soll. Ich deute ihm, dass er zum Schiff kommen soll. Nach wenigen Minuten besteigen wir sein schwimmendes Taxi und erreichen bald darauf den Anlegesteg von Roseau.
Freitag und Samstag ist Markttag. Außerdem haben heute morgen wieder zwei riesige Kreuzfahrtschiffe vor der Stadt angelegt und in den Souvenirläden stauen sich die Touristen. Patricia und die Kinder wollen heute auch einige Andenken erstehen und am Markt Obst für einen tropischen Früchtecocktail besorgen. Gleich neben dem Ausgang für die Gäste der Kreuzfahrtschiffe trommelt und singt ein einsamer Musiker. Wie er uns sieht, ruft er, wir sollen doch kommen und mitspielen. Gesagt – getan. Jeder bekommt ein Instrument in der Hand gedrückt und nun sind wir selbst das Motiv für viele Touristen.
Nach der gemeinsam gesungenen Nummer „Welcome to Dominica“ bedanken wir uns und begeben uns nun als normale Touristen auf die Suche nach Andenken und Geschenken für Familie und Freunde.
Hier im Hafen von Roseau sind während der Zeit, wo Kreuzfahrtschiffe angelegt haben, viele kleine Marktstände mit Schmuck, Kleidung, usw. aufgebaut. Sobald die Schiffe am späten Nachmittag ablegen, verschwindet alles sehr schnell und Ruhe kehrt ein. Nicht so am Obst- und Gemüsemarkt. Neugierig begutachten wir die uns meist unbekannten Früchte und die Verkäufer nennen uns die meist unaussprechlichen Namen und erklären uns, wie man sie verspeist, bzw. zubereitet.
An einem Stand lässt uns eine ältere Frau von ihren Früchten kosten. Die zwetschkengroßen braunen Bälle mit einer harten Schale sind zwar süß, schmecken aber eigentümlich. Sichtlich haben wir damit die Ehre der Markthändlerin so verletzt, dass wir nun diese Kostprobe bezahlen müssen. Trotzdem verlassen wir den bunten Platz mit vielen frischen Früchten.
In der Markthalle am Stand eines älteren Herrn, er war früher Taxilenker in New York, hören wir die für die Karibik so typische Musik wie Reggae und Soca (Soul & Calypso), Natürlich sind alle CDs selbst hergestellt. Keine Einzige CD oder DVD auf diesem Stand ist ein Originalprodukt. Pitty und Lilli suchen sich drei Musik-CDs aus und bekommen eine vierte dafür geschenkt.
Nachmittags lassen wir die Seele baumeln. Zum Abendessen gibt’s Spagetti mit Thunfischsauce, danach den tropischen Fruchtsalatm, den Lilli und Patricia zubereitet haben.
Während wir so beim Essen im Salon sitzen hören wir plötzlich ein dumpfes Klopfen außen am Rumpf. Schnell ist Werner an Deck und erkennt mit Schrecken, dass sich das neben uns liegende, ebenfalls an einer Boje festgemachte Tauchschiff „Olga“, so sehr genähert hat, dass wir nur mehr mit einem Fender in der Hand das schlimmste verhindern können. Dann dreht sich das Schiff wieder weg, so weit, dass man meint, ein Zusammenstoß sei niemals möglich.
Werner und Pauli rudern daraufhin an Land zur Tauchbasis im „Anchorage Hotel“. Pancho, der Chef, wird von der Rezeption sofort angerufen und steht in wenigen Minuten im Hotel. Werner, Pauli und Pancho kehren nun zurück. Damit wir eine ruhige Nacht haben, müssen wir die Boje wechseln. Der Motor wird gestartet und Pancho führt uns zu einer Boje, die etwas weiter außerhalb der Bucht liegt. Bald hängen wir wieder fest und können nun die Nacht in Ruhe genießen.
Irrtum! Leider werden wir hier ordentlich geschaukelt, denn die Wellen laufen hier ungestört aus dem offenen Meer ein. Sie sorgen für eine wahrlich ungemütliche Nacht. Eine Eisenkugel an der Boje sorgt für ein ständiges Klopfen am Rumpf. Da ist die Musik aus der nahen Disco fast ein Ohrenschmaus!
31.01.2009 – Pauli hat Geburtstag
Heute geht es nach Portsmouth im Norden von Dominica. In der Prince Rupert Bay mündet der berühmte Indian River in das Karibische Meer. Man kann diesen Fluss von hier mit einem kleinen Ruderboot stromaufwärts befahren. Darüber habe ich schon viel in meinen Reisehandbüchern gelesen. „Man sollte die Expedition auf diesem Fluss unbedingt machen“, wird überall empfohlen.
Zuerst wird gefrühstückt. Dann bereiten wir uns für die Abfahrt vor. Um 10.15 binden wir uns von der ungemütlichen Boje los. Es ist heute fast windstill. So müssen wir uns mit Motorkraft nach Norden hocharbeiten.
Um 13.45 Uhr erreichen wir die Prince Rupert Bay. Vor der ehemaligen Hauptstadt Portsmouth ankern schon einige Segler, wesentlich mehr als in Roseau. Am Beginn der Bucht kommt uns ein Motorboot entgegen und Raymond Prevost übergibt uns seine Visitenkarte. Er bietet Führungen am Indian River an. Um 14.20 liegt unser Anker fest im Sand der Bucht. Und wenige Minuten später hängt auch schon das bunte Motorboot von Raymond an unserer Reling. Raymond beschreibt uns die Tour über den Indian River – wir sind schon sehr neugierig. Für Morgen um 10.00 Uhr vereinbaren wir, dass uns Raymond abholt und wir dann mit ihm den Indian River besuchen.
Dann begeben wir uns mit unserem winzigen Dingi zu fünft an Land. Es ist zwar eng, aber solange die See nicht zu bewegt ist, gibt es keine Schwierigkeiten. Am Steg des Restaurants „Purple Turtle“ können wir festmachen. Heute Abend werden wir Paulis 18. Geburtstag feiern. Die Wirtin vom „Purple Turtle“ bietet uns ein gutes Menü an: Kürbissuppe, Huhn mit Reis, Gemüse, Salat und zum Nachtisch Eis. Der Preis stimmt auch – 28,00 EC$, das sind ca. 10,00 EUR. Wir bestellen für 19.00 Uhr (07.00 PM, wie die Leute hier sagen).
Dann marschieren wir Straße entlang nach Portsmouth. Der Ort erweckt nicht den Eindruck, dass hier einmal die Hauptstadt von Dominica war. Kein Großstadtflair, sondern viele kleine, bunte Hütten, ein Kino, ein paar Läden mit fast leeren Regalen, eine Polizeistation und überall wird man freundlich gegrüßt. Die Menschen erzählen ihre Geschichten. Viele erkundigen sich nach unserer Herkunft: Austria? – Australia? No, Austria.
Hamilton sitzt in einer Veranda neben der Straße und zeigt uns seine Arbeiten. Er malt kleine Bilder und stellt Halsketten und Armbänder aus Holzperlen her, in einer sehr einfachen, aber ehrlichen Art. Außerdem verkauft er Muscheln und andere Relikte, die das Meer an den Strand legt.
„Das Leben hier ist nicht einfach, wenn man kein Boot besitzt oder ein Auto, mit dem man Gästen die Insel zeigen kann.“ So versucht Hamilton, mit etwas Kunst und Handwerk seinen kargen Lebensunterhalt zu vermehren. Er malt ein kleines Bild für uns, das wir bei unserer Rückkehr bei ihm abholen, Geld verlangt er keines und er freut sich sehr über eine kleine Spende. Auch seine Mutter ist sehr dankbar, dass wir etwas Gemüse bei ihr kaufen.
Die Menschen auf Dominica scheinen mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Immer wieder werden wir von Lobgesängen überschüttet. Man sieht hier auch fast keine Menschen, die betteln. Das war auf den Inseln vorher nicht überall so.
Die Sonne geht unter und schnell bricht die Dunkelheit herein. Wir sitzen auf der offenen Terrasse des Restaurants „Purple Turtle“ und warten auf unser Essen, als plötzlich die Mosquitos über uns herfallen. Pauli und ich rudern schnell zum Schiff, um Insektenschutzmittel zu holen. Währenddessen werden Pitty, Lilli und Werner aber schon von der Wirtin versorgt. Bald nach unserer Rückkehr steht das Essen am Tisch. Es schmeckt ausgezeichnet.
Mit vollen Bäuchen kehren wir auf unser Schiff zurück und genießen den schönen Abend. Das Wetter hat sich in den letzten Tagen positiv verändert. Endlich ist es so, wie wir uns das vorgestellt haben. Ein paar kurze Regenschauer sind üblich, aber nicht mehr. Und genauso ist es jetzt.
01.02.2009 – Indian River
Ravioli, so nennt sich unser Boatboy Raymond Prevesa, holt uns pünktlich um 10.00 Uhr ab. Wir stehen schon an Deck, mit Kamera und Mosquitoabwehr bereit und steigen in sein kleines Motorboot. Es geht quer durch die Bucht zur Mündung des Indian River. Vorher laden wir noch unsere Müllsäcke an der Sammelstelle von Portsmouth ab.
Schon auf den ersten Metern des Indian River tut sich einiges. Führer warten neben ihren Motorbooten auf Kundschaft. Ein holländisches Beiboot von der Sea Cloud II wartet auf Einlass. Die Flussmündung ist vom Meer aus nicht zu sehen, denn das Wrack eines Frachters, der vor Jahren Opfer eines Hurrikans wurde, liegt unmittelbar davor.
In der Prince Rupert Bay liegt überhaupt eine große Anzahl von Wracks, sowohl am Ufer, wie auch unter der Wasseroberfläche. Die meisten der Schiffe wurden während eines Hurrikans 1995 an den Strand gespült oder versenkt, einige Schiffe kamen dann letztes Jahr noch dazu, als der Hurrikan Omar über die Insel zog. Auch der gesamte Sandstrand verschwand während dieses Unwetters, erzählen uns die Leute aus Portsmouth.
Ravioli steuert sein Boot gefühlvoll zu einem betonierten Steg, wo wir anlegen. An der nahen TEXACO-Tankstelle kaufen wir Tickets für den Nationalpark, das Stück für 13,35 EC$. In dieser Zeit rüstet Raymond sein Boot auf Ruderantrieb um. Denn mit Motoren aller Art ist es strengstens verboten, den Indian River zu befahren. Ab hier geht es nun eine dreiviertel Meile stromaufwärts durch dichtesten tropischen Regenwald.
Gleich nach der Brücke, worüber die Hauptstraße von Portsmouth führt, zeigt Raymond nach rechts, unter einer überhängende Grasnabe am Flussufer: Hier fühlen sich zwei Riesenkrabben sichtlich sehr wohl. Die Flusslandschaft und das Leben darin ist von Beginn an beeindruckend. Und das, obwohl wir ganz und gar nicht die Einzigen sind, die den Indian River heute entdecken wollen. Vor und hinter uns rudern mehrer Boote mit den Passagieren des holländischen Dreimasters. Ständig muss sich Raymond den Kopf verdrehen, um bei Gegenverkehr rechtzeitig ausweichen zu können.
Lilli ruft: “Eine Schlange - da vorne am Ast?“, der sich einige Meter vor uns vom linken Ufer aus über den Fluss neigt. Raymond stoppt sofort, dreht sich um und schaut nach oben, dorthin, wohin Lillis Arm zeigt.
Und wirklich - das Knäuel auf dem Ast ist eine junge Boa Constrictor. Ungefährlich, aber ausgewachsen bis zu vier Meter lang, und erschrecken sollte man sie keinesfalls. Sie könnte hungrig sein und auf diesem Ast auf ein Opfer warten. Und würde sie eines unter sich erblicken, dann lässt sie sich völlig lautlos vom Ast fallen und erwürgt ihr Opfer mit ihrem kräftigen Körper. Aber erfahrungsgemäß ernährt sich eine Boa dieser Größe von kleinen Nagern oder ähnlichem.
In einer Flussbiegung hält Raymond sein Boot an und erzählt, dass genau hier eine Szene von „Fluch der Karibik“, Teil II und III gedreht wurden. Schnell schießen wir einige wichtige Bilder für unsere Nachwelt. Links und rechts entlang des nun immer schmäler werdenden Indian River bilden bizarre Baumwurzeln - Wurzeln in der Form riesiger Schnecken, Schlangen oder Würmern, eine natürliche Barriere, die es verhindert, dass der Fluss unter einer undurchdringlichen Decke aus üppigen Grün verschwindet.
Die Flora ist ebenso vielfältig wie die Fauna. Raymond kennt die Namen vieler Pflanzen. Er nennt die Namen von Bäumen mit kleinen und mit großen Früchten, Sträuchern mit herrlich bunten Blüten, riesigen Palmen und vielen anderen Gewächsen. Unmöglich, sich nur einen Bruchteil davon zu merken.
An der Stelle, ab der man den Indian River mit einem Boot nicht mehr befahren kann, steht eine Holzhütte. Man kann sich hier mit tropischen Fruchtcocktails, Bier oder anderen Getränken für die Rückfahrt stärken. „Snakeman“, der „Hüttenwirt“, stellt sich vor. Er nimmt mich am Arm und führt mich hinter seine Hütte, wo sich die Bar befindet. Er hebt einen blauen Plastikkübel vom Boden auf und hält ihn mir vor mein Gesicht. Eine riesige Krabbe kämpft darin um ihr Leben. Sie tut mir leid! Im Garten vor der Hütte tummeln sich winzige Kolibris in den bunten Blütenköpfen großer Blumen, grünen Sträuchern oder Obstbäumen, die hier überall den Boden bedecken.
Am Rückweg begegnet uns ein Moorhuhn und ein paar Meter weiter lernen wir einen weiteren Drehplatz des Films „Fluch der Karibik“ kennen. Um 14.00 ist die Tour zu Ende und wir kehren an Bord zurück. Ein geruhsamer Nachmittag wartet auf uns. Wir trinken gemütlich Kaffee, lesen ein Buch und lassen die Seele baumeln.
Bevor aber die Dunkelheit wieder einkehrt, packen wir aber nochmals unsere Fotoapparate ein und rudern an Land. Wir wollen uns noch Fort Shirley ansehen, dass auf einer Landzunge liegt, die die Prince Rupert Bay von Norden schützt. Hohe Bäume bedecken die zwei Hügel der Halbinsel. Vor dem Fort befindet sich der Landesteg für größere Schiffe. Derzeit liegt hier die „Sea Cloud II“ – ein wunderschöner Dreimaster.
Das Gebiet um Fort Shirley ist sehr geschichtsträchtig. Auf großen Schildern erfährt man einiges über die Geschichte Dominicas, speziell über diesen Ort hier. Der Weg, dem wir nun folgen, führt zuerst an der ehemaligen Kommandantur vorbei. Die Außenmauern des aus großen Steinblöcken errichteten Gebäudes sind mittlerweile von den Wurzeln großer Bäume überwachsen und der Ort wirkt in der einsetzenden Dämmerung gespenstisch. Ein paar Schritte weiter steht man vor der „Battery“. Und hier ist es fast noch gespenstischer. Große Kanonrohre, teilweise noch auf den Zugwagen befestigt, teilweise am Boden liegend sind die wahrscheinlich letzten Zeugen einer sehr dunklen und kriegerischen Vergangenheit hier auf Dominica.
Aber hier hat die Natur wieder die Herrschaft übernommen. Überall im Wald laufen uns kleine Einsiedlerkrebse über den Weg. Und auch Krabben haben den Wald zu ihrer Heimat auserkoren.
Fort Shirley wird liebevoll restauriert und erstrahlt nun wieder in neuem Glanz. Die Sonne verschwindet langsam hinter dem Horizont. Hungrig kehren wir zurück an Bord und freuen uns schon auf die Palatschinken, die uns Pitty heute zubereitet. Eine mit pikanter Fülle, eine mit Schokolade oder Marmelade gefüllt. Abschließend spielen wir noch eine Runde Jolly, wobei Werner den Tisch als Sieger verlässt.
Heute legen wir uns schon etwas früher nieder, denn morgen müssen Werner, Pitty und ich schon früh aufstehen – um 04.00 Uhr. Wir segeln nämlich zurück nach Martinique. Bis nach St. Pierre ist das eine Strecke von 55 Seemeilen.
02.02.2009 – Meteorologen lügen (Sinnspruch eines Armateurfunkers)
Um 04.00 läutet der Wecker. Verschlafen kriechen Pitty und ich aus unseren Betten. Die Nacht war herrlich, angenehm kühl, doch leider viel zu kurz. Draußen ist es noch dunkel und das Meer ist ruhig, es geht nur wenig Wind. Morgentoilette im Zeitraffer, dann holen den Anker ein und fahren los.
Während wir an der Westküste Dominicas in Richtung Süden motoren, dämmert es langsam. Die Sonne muss sich aber erst über Wolken kämpfen, die über den grünen Bergrücken Dominicas wie ein Schildkrötenpanzer hängen. Es ist etwa 09.00 Uhr, als wir Scottshead, den südlichsten Punkt der Insel, queren. Mittlerweile sind auch die Kinder aus dem Bett geschlüpft und sitzen bei uns im Cockpit.
Schon in der Höhe Roseaus kommen heftige Windböen aus den Tälern. Die Nadel des Windmessers steigt dann manchmal bis auf über 40 Knoten in die Höhe. Wir haben daher nur ein kleines Dreieck unserer Genua ausgerollt. Auch die Wellen werden nun immer höher.
Als wir dann endlich aus dem Schatten der schützenden Landmassen herausfahren, spüren wir mit einem Schlag die volle Wucht des Windes und der Wellen. Ständig pendelt der Windmesser zwischen 20 und 35 Knoten. Wir haben den Motor gestoppt und segeln nun mit Kurs Süd. Die Geschwindigkeit steigt auf 6 Knoten und mehr. Wir verkleinern daher die Genua nochmals. Dieses Spiel wiederholen wir noch zwei Mal.
Immer wieder zischen riesige Wassermassen über das Vordeck. Wir sitzen glücklicher Weise in unserem gut geschützten Cockpit. Meinen wir. Denn immer wieder wird auch unser Cockpit von hinten unter Wasser gesetzt. Die Wellen sind zwar nicht so hoch, wie bei unserer Fahrt von Martinique nach Dominica, aber trotzdem bleibt auch heute nichts trocken. Wir segeln konstant mit etwa 6 Knoten über das Meer. Nur wenige Schiffe begegnen uns heute.
Der Wetterbericht, den wir gestern Abend noch am Computer abgerufen haben, hatte eigentlich etwas anderes vorhergesagt: Wind mit maximal 15 bis 20 Knoten, Wellen in der Höhe von etwa 1 bis 2 Meter, also durchaus erträgliche Werte. Wir fallen aber immer wieder darauf rein. Denn dieses Spiel hatten wir auch schon vorher.
Da uns unser Kurs recht weit von den Landmassen Martiniques versetzt hat. Müssen wir ein ordentliches Stück aufkreuzen, bis sich das Meer endlich beruhigt. Erst knapp vor St. Pierre werden die Wellen niedriger und der Wind bläst nur mehr mit 20 Knoten.
Wir ankern diesmal knapp vor dem Landesteg von St. Pierre und rudern an Land, um etwas Wäsche zu waschen und Lebensmittel für das Abendessen einzukaufen. Es gibt heute französische Bratwürste mit Kartoffel und Salat.
Die Spiellust, die eigentlich erst gestern Abend erstmals geweckt wurde, lässt uns nicht mehr los. Auch heute spielen wir Jolly. Diesmal gewinnt Pitty. Wer dreimal „handglatt“ spielt, muss einfach siegen.
03.02.2009 – Halbzeit
Die ersten Sonnenstrahlen fallen auf unser Schiff. Der Himmel ist blau, es scheint ein schöner Tag zu werden. Die Nacht war sehr ruhig und wir haben herrlich geschlafen.
Pitty, Lilli und ich rudern knapp nach 08.00 Uhr an Land. Wir marschieren zuerst zum Bäcker, holen uns frisches Baguette, dann schnell ein Sprung ins Internetcafe L’ESCAPADE cyper resto’, um in Martinique wieder einzuklarieren und dann geht’s zurück an Bord, um ein ordentliches Frühstück vorzubereiten. Danach heben wir den Anker und fahren los mit dem Ziel Grand Anse de Arlet. Die Zeit vergeht schnell und um 15.30 Uhr werfen wir wieder den Anker, inmitten einer großen Bucht neben zwei großen Dreimastern.
Nachdem an Bord alles klar gemacht ist, begeben wir uns an Land. Wir wollen heute im Wok kochen, doch der einzige Supermarkt in der Bucht bietet nicht viel Auswahl an Gemüse und anderen Zutaten. Daher ändern wir unseren Plan und entschließen uns, eine Pizzeria zu besuchen. Die Dame an der Kasse macht außerdem einen Furcht erregenden Gesichtsausdruck, sodass wir uns hier in diesem Geschäft nicht lange Aufhalten wollen. Wir kaufen nur das notwendigste und holen zwölf gut gekühlte Biere aus dem Kühlschrank, stellen sie aufs Kassenpult und wollen zahlen. 2,20 Euro für eine Dose Bier – das ist uns eindeutig zu viel, auch wenn es auf Martinique gebraut wird. Sechs Dosen wandern zurück in den Kühlschrank, was die Laune der Dame an der Kassa nicht verbessert.
Während wir einkaufen, sind Pauli und Lilli auf Ausschau nach einem geeigneten Lokal für unser Abendessen. Sie werden auch bald fündig. Bald sitzt jeder vor seiner Pizza, doch keiner kann sie vollständig aufessen, nicht einmal Paul. Wir haben sicher schon eine bessere Pizza gegessen, doch selten eine zu diesem Preis. Der Kaffee, den wir uns danach gönnen, stößt mit 3,50 Euro je Tasse aber dann wirklich sauer auf. Die Preise auf Martinique sind eindeutig zu hoch – was nicht nur wir so empfinden, sondern auch die Menschen, die hier leben.
Der heutige Tag ist ein besonderer Tag. Mit dem heutigen Tag haben wir leider schon die Hälfte unserer Reise hinter uns. Die Eindrücke, die wir in diesem halben Jahr sammeln konnten, scheinen aber so viele, als wären wir schon Jahre unterwegs. Es war bisher traumhaft schön, so wie es sich keiner von uns in seinen kühnsten Träumen vorzustellen wagte.
04.02.2009 – Grande Anse d'Arlet
Heute ist Ruhetag. Jeder kann seinen liebsten Beschäftigungen nachgehen. Die Kinder wollen tauchen gehen und nichts tun, Pitty und ich wollen in den nahen Ort, um etwas einzukaufen und anschließend einen Berg besteigen und Werner will ebenfalls einen geruhsamen Bordtag verbringen.
Nach dem Frühstück rudern Pitty und ich an Land. Wir wollen unseren Plan von gestern, im Wok zu kochen, nachholen und begeben uns zu diesem Zweck in den nahen Ort. De Arlet erreichen wir nach ca. zwanzig Minuten Fußmarsch. Ein sehr nettes Dorf. An der Uferpromenade finden wir unter einem überdachten Platz einen Gemüsehändler mit einem reichhaltigen Angebot an Obst und Gemüse. Das meiste von hier, wie man uns versichert. Wir finden alles, was man für einen richtigen Gemüseeintopf benötigt. Mit vollen Taschen kehren wir an Bord zurück.
Am Nachmittag rudern Lilli, Pauli und Pitty an Land, um die Unterwasserwelt zu erforschen. Ich bleibe noch an Bord, um Tagebuch zu schreiben. Dann will ich aber an Land, um für Morgen einen Leihwagen zu bestellen. Um aber dorthin zu gelangen, muss ich schwimmen. Für mich als nicht sehr geübten Schwimmer eine sehr große Distanz. Trotzdem wage ich das Unternehmen.
Ich packe meine Telefonwertkarte in meinen Wasserdichten Sack, den ich extra für diesen Zweck zum Geburtstag geschenkt bekommen habe und stürze mich in das Meer. Nach einiger Zeit erreiche ich das Ufer. Ich sehe unser Dinge, am Steg angebunden, liegen. Nach wenigen schritten erreiche ich die Telefonzelle. Ich wähle die Nummer der Leihwagenfirma, wo ich schon den Wagen vor zehn Tagen gemietet hatte. Eine männliche Stimme meldet sich und grüßt freundlich. Leider spricht die Stimme nur französisch. Daher mache ich nun auf die Suche nach Patricia.
Wie ich so den Strand entlang schlendere und zufälliger Weise einen Blick zum Steg werfe, wo kurz vorher noch unser Dingi festgemacht war, sehe ich plötzlich eine Gestalt, die damit zu unserer Tattoo rudert. Es hilft aber kein Schreien und Deuten, niemand hört und sieht mich.
Erst nach einiger Zeit legt Pitty wieder am Steg an. Eigentlich wollte Sie mich nur abholen. Ich hatte das aber ganz vergessen. Und dass ich selbst an Land schwimme, damit hat Pitty nicht gerechnet.
Zurück an Land, gehen wir sofort telefonieren. Heute helfen uns aber auch nicht die besten Sprachkenntnisse in Französisch. Kein einziger Leihwagen ist frei, auch nicht bei anderen Firmen. So müssen wir uns bis morgen gedulden, denn dann sind wir in der Marina Somatra und können von hier die Verleihfirmen persönlich aufsuchen.
Abends kochen wir heute einen köstlichen Gemüseeintopf, dann spielen wir wieder eine Runde Jolly. Auch heute gewinnt Patricia. Aber Lilli konnte sich im Vergleich zu den letzten Tagen erheblich verbessern.
Nachdem die Kinder in ihren Kojen liegen und lesen, kann Pitty endlich die Geburtstagstorte für Lilli zubereiten. Lillis Geburtstag ist zwar erst am 16. Februar, aber da ist sie wieder in Wien. So feiern wir ausnahmsweise schon im Voraus. Am Nachmittag haben wir das Mousse au Choclate zubereitet und im Kühlschrank gut versteckt. Nun werden Biskotten in Kaffee getaucht. Dann kommt eine Schicht Mousse in eine Form, darüber Biskotten und wieder eine Schicht Mousse. Das wiederholt sich solange, bis die Form voll ist.
Nun müssen wir nur mehr bis morgen warten, dann dürfen wir diese köstliche Torte auch essen.
05.02.2009 - Streik
Um 06.30 verlassen wir ganz still und leise die Grande Anse de Arlet, während die meisten noch schlummern. Pitty steht vorne am Bug und gibt mir in ein Handzeichen, wenn der Anker aus dem Wasser gehoben wird. Dann gehe ich nach vorne und hebe den Anker über die Kante und fixiere ihn.
Nach eineinhalb Stunden erreichen wir die Marina Pointe du Bout und unsere Liegeplatz, den wir vor zehn Tagen verlassen haben, ist zum Glück auch noch frei. Nach dem Anlegemanöver ziehen Pitty und ich sofort los, um einen Leihwagen für heute zu bestellen. Gestern haben wir es telefonisch versucht, leider jedoch ohne Erfolg. Niemand konnte uns versprechen, morgen ein Auto zur Verfügung zu haben.
Und auch heute sind wir erfolglos. Ursache ist ein Streik auf Guadaloupe, wo die Bevölkerung für mehr Lohn kämpft. Daher sind viele Urlauber nach Martinique gekommen, um sich ihren Urlaub nicht wegen eines Streiks verderben zu lassen. Und weil ihnen sichtlich nichts Besseres einfällt, mieten sie sich einen Leihwagen.
Wir holen frisches Baguette vom Bäcker und bereiten an Bord ein Geburtstagsfrühstück für Lilli zu.
Unseren Plan, Gabi und Michi in Tartane auf der Halbinsel Caravelle zu besuchen, müssen wir fallen lassen. Und auch nach Fort de France können wir nicht fahren, denn die Fähren streiken ebenso. Wir beschließen daher, den letzten gemeinsamen Abend im Havanna Club zu verbringen, dort wo wir auch am ersten Abend nach der Ankunft von Pitty und den Kindern essen waren.
Am Nachmittag spaziere ich mit Pitty entlang der Küste. Überall sind noch die Verwüstungen des letzten Sturms zu sehen. Wracks von Booten liegen am Ufer und unter Palmen stehen die letzten Überreste von ehemaligen Wohnhäusern. Daneben weit verstreut findet man alles, was in diesem Häusern einmal eingebaut war: Badewannen, Toiletten, Sessel, Tische, Kühlschränke, Herde, usw.
Um 19.00 sitzen wir im Havanna Club. Auch heute schmeckt die mexikanische Küche köstlich. Und anschließend genießen wir zum Dessert nochmals Lillis Geburtstagstorte. Nun ist auch der letzte Urlaubstag für Pitty, Lilli und Pauli vorbei.
Wehmütig denke ich an diese zwei Wochen zurück. Es war mit Sicherheit die schönste Zeit während dieser Reise. Nur leider viel zu kurz.
06.02.2008 – Abschied
Heute ist es leider soweit. Pitty, Lilli und Pauli müssen abreisen. Trotzdem genießen wir auch diesen Tag. Wir haben heute auch Glück und können einen Leihwagen mieten.
Während Patricia ihre sieben Sachen packt, fahren Werner und ich mit unserem Auto zum nahen „Leader Price“, wo wir unsere Vorräte wieder ergänzen können. Pauli und Lilli genießen währenddessen nochmals des Meer.
Am Rückweg wäre Pauli noch fast von wilden Hunden überfallen worden, als er den Weg vom Strand durch das vom Sturm zerstörte Hotel abkürzen wollte. Er konnte der Meute nur wegen seiner guten Kondition mit einem Sprint entkommen. Ich war froh, nicht dabei gewesen zu sein. Schon seine Schilderung war für mich Aufregung genug.
Wir warten auf Michi und Gabi, die heute auch wieder an Bord eintreffen sollen. Doch ihre Rückkehr verzögert sich auch. Knapp vor 06.00 Uhr treffen sie in der Marina ein. Gerade noch rechtzeitig, um sich von Patricia und den Kindern verabschieden zu können.
Leider müssen wir uns dann am Weg zum Flughafen begeben. Pünktlich um 22.10 Uhr hebt die Maschine von Martinique ab. Traurig verlasse ich diesen Ort.
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